Ermutigende Qualitäten
Worte, die wirken -
Ich wähle einen freundlichen Blick – nach innen und nach aussen.

Der freundliche Blick
Ein erster Schritt zurück zu dir – und hin zum anderen
Mit dieser Woche beginnt etwas Neues -
Ich lade dich ein, deinen Blick bewusst wahrzunehmen –
im Aussen und dir selbst gegenüber.
Wo bist du streng mit dir?
Wo verschliesst sich dein Blick?
Und was verändert sich, wenn du freundlicher hinschaust?
Vielleicht kennst du diese Momente:
Du begegnest jemandem – und spürst sofort eine gewisse Distanz. Kein Lächeln, kein Blickkontakt, keine Einladung.
Und manchmal bist du selbst genau diese Person.
In Gedanken, beschäftigt, angespannt… der Blick eher prüfend oder gar abgewandt.
Der freundliche Blick ist klein – und gleichzeitig von grosser Wirkung.
Er ist oft der erste Schritt in Verbindung. Mit anderen – und auch mit dir selbst.
Was bedeutet ein freundlicher Blick?
Ein freundlicher Blick ist mehr als ein Lächeln.
Er signalisiert:
Ich bin da.
Ich sehe dich.
Du bist willkommen.
Und genau hier beginnt etwas Wesentliches:
Beziehung.
In der Individualpsychologie sprechen wir vom Gemeinschaftsgefühl – dem tiefen inneren Erleben von Verbundenheit.
Ein freundlicher Blick ist eine ganz konkrete, sichtbare Form davon.
Er öffnet.
Er lädt ein.
Er macht Begegnung möglich.
Der Blick nach innen
Bevor wir anderen begegnen, begegnen wir uns selbst.
Wie ist dein innerer Blick?
- prüfend?
- kritisch?
- fordernd?
- oder freundlich, zugewandt, verständnisvoll?
Viele Menschen haben gelernt, streng mit sich zu sein.
Und genau das zeigt sich später auch im Aussen.
Der freundliche Blick beginnt deshalb nicht bei den anderen –
sondern bei dir.
Wochenübung
Nimm dir für diese Woche eine einfache, aber bewusste Aufgabe:
👉 Übe den freundlichen Blick – jeden Tag
Konkret:
- Schau Menschen bewusst an (im Alltag, beim Einkaufen, bei Gesprächen)
- Verbinde deinen Blick mit einem kleinen Lächeln oder einem inneren „Ja“
- Nimm wahr, was sich verändert
Und genauso wichtig:
👉 Richte den freundlichen Blick auf dich selbst
- Wenn dir etwas nicht gelingt: Schau freundlich hin
- Wenn du unsicher bist: Bleib bei dir
- Wenn du dich kritisierst: halte inne und verändere bewusst deinen inneren Ton
Nicht perfekt.
Nicht immer.
Aber immer wieder.
Reflexionsfragen
Am Ende des Tages oder der Woche:
- In welchen Momenten fiel mir der freundliche Blick leicht?
- Wo fiel er mir schwer – und warum?
- Was hat sich in meinen Begegnungen verändert?
- Wie habe ich mich selbst dabei erlebt?
Mini-Impuls
Ein freundlicher Blick ist kein grosses Ereignis.
Aber er kann ein neuer Anfang sein.
Für Verbindung.
Für Verständnis.
Für einen anderen Umgang – mit dir selbst und mit anderen.
Worte, die wirken
Ich wähle einen freundlichen Blick – nach innen und nach aussen.
Abschlussgedanke
Du musst nicht dein ganzes Leben verändern.
Manchmal beginnt alles mit etwas ganz Einfachem:
einem Blick, der nicht bewertet, sondern verbindet.
Und vielleicht stellst du fest:
Der erste Mensch, der davon berührt wird, bist du selbst.
Ich wünsche dir eine achtsame Woche voller kleiner Begegnungen –
mit dir und mit anderen.
Herzlich
Barbara
