Ermutigende Qualitäten

Barbara Liechti • 7. Juni 2026

🌱 Den inneren Dialog verändern

Einleitung

Den ganzen Tag über sprechen wir mit uns.

Leise.

Unbewusst.

Oft automatisch.

Und nicht selten klingt diese innere Stimme kritisch:

„Das war wieder nicht gut genug.“

„Warum hast du das so gemacht?“

„Das schaffst du sowieso nicht.“

Viele Menschen würden so nie mit einem anderen sprechen –

aber mit sich selbst schon.

 

Was bedeutet es, den inneren Dialog zu verändern?

Der innere Dialog ist nicht einfach „da“.

Er ist über Jahre entstanden.

Aus Erfahrungen.

Aus Überzeugungen.

Aus frühen Prägungen.

Und das Entscheidende ist:

👉 Du kannst ihn bewusst beeinflussen.

In der individualpsychologischen Arbeit geht es genau darum:

die eigenen Gedanken wahrzunehmen, zu hinterfragen und neu auszurichten.

Denn:

👉 So wie du mit dir sprichst,

so fühlst du dich.

Und so handelst du.

 

Der Blick nach innen

Wie sprichst du mit dir, wenn etwas nicht gelingt?

  • streng?
  • abwertend?
  • ungeduldig?

Oder gelingt es dir, wohlwollend zu bleiben?

Viele innere Stimmen stammen aus früheren Erfahrungen.

Und oft merken wir gar nicht mehr, wie wir mit uns sprechen.

Der erste Schritt ist deshalb:

👉 bewusst wahrnehmen

 

Wochenübung

👉 Beobachte diese Woche deinen inneren Dialog

Konkret:

  • Nimm wahr, was du in bestimmten Situationen zu dir sagst
  • Besonders dann, wenn etwas schwierig ist

Und dann:

👉 Setze bewusst ein STOPP

Sobald du merkst, dass du dich abwertest:

  • halte kurz inne
  • unterbrich den Gedanken

Und ersetze ihn durch einen neuen, ermutigenden Satz:

  • „Ich bin unterwegs.“
  • „Ich darf lernen.“
  • „Ich bin gut genug, so wie ich bin.“

Wichtig:

👉 Es geht nicht um Perfektion.

👉 Sondern um bewusstes Üben.

 

Reflexionsfragen

  • Welche Sätze sage ich häufig zu mir selbst?
  • Wie wirken diese Gedanken auf mein Gefühl?
  • Was verändert sich, wenn ich bewusst anders mit mir spreche?

 

Mini-Impuls

Sprich mit dir, wie du mit einem Menschen sprichst, den du gern hast.

 

Worte, die wirken

Ich wähle einen freundlichen inneren Dialog.

 

Abschlussgedanke

Du bist jeden Tag mit dir unterwegs.

Und die Art, wie du mit dir sprichst,

macht einen Unterschied.

Vielleicht beginnt genau hier etwas Neues:

mehr Verständnis.

mehr Ruhe.

mehr Vertrauen in dich selbst.

 

Ich wünsche dir eine Woche, in der du dir selbst freundlicher begegnest –

in deinen Gedanken.

Herzlich

Barbara