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Die Individualpsychologie

nach Dr. Alfred Adler (1870 - 1937)

<img src=”Zentangle gut genug.gif” alt=”Zentangle Handzeichnung mit blauer Blume und Text ich bin gut genug so wie ich bin“>

Alfred Adler - 1870 bis 1937 - Wiener Arzt und Begründer der Individualpsychologie - sah den Menschen als Individuum. In-Dividere = als unteilbar Ganzes eingebettet in sein soziales Umfeld. Adler's Individualpsychologie ist Tiefenpsychologie und Sozialpsychologie zugleich. Sie ist einfach zu verstehen und rasch in den eigenen Alltag zu integrieren.

Der Mensch ist ein:

  • einzigartiges, ganzheitliches und schöpferisches

  • in untrennbarer Beziehung zu anderen stehendes

  • zielgerichtetes und Entscheidungen treffendes

  • selbst verantwortliches Eigenwesen

Von Geburt an bis ca. zum sechsten Lebensjahr gestalten wir Menschen uns sog. schöpferisch unsere ganz persönlichen Grundüberzeugungen 

  • zu uns selber – das Selbstbild (wer / was bin ich) 

  • zu unserem Selbstideal (wer/was muss ich sein, um einen Platz zu haben, um wertvoll zu sein) 

  • zu unserem Weltbild (die persönliche Meinung zu allem, was „nicht ich“ ist) 

All diese Grundüberzeugungen veranlassen jeden Menschen ganz persönliche, logische Schlussfolgerung zu ziehen. Diese Grundüberzeugungen speichern wir tief in unserem Unterbewusstsein ab und verhalten uns unser ganzes Leben danach. Wir kreieren durch und mit unseren Verhaltensmustern unsere täglichen Lebenserfahrungen. Wenn wir unsere Verhaltensmuster verstehen lernen, können wir nachhaltige Veränderungen einleiten. Hier setzen wir mit der Individualpsychologischen Beratung und Coaching an. Die gemeinsame Arbeit umfasst Gespräche, projektives Arbeiten, Imaginationstechniken, systemisches Arbeiten, Gestaltübungen, Hausaufgaben sowie auch Selbstreflektion des Klienten / der Klientin zwischen den einzelnen Beratungsterminen. 

Mit Hilfe der Individualpsychologie gelingt eine rasche Standortbestimmung und Orientierung und der Klient / die Klientin kann ohne grosse Umwege die aktuell belastende Thematik angehen.  

Der persönliche Lebensstil
auch Persönlichkeit oder  Charakter genannt

Jeder Mensch erarbeitet sich im Laufe seiner frühen Kindheit (in den ersten sechs Lebensjahren) ein für ihn typisches Muster wie er mit den Themen des Lebens künftig umgehen will. Dies geschieht aufgrund aller Erlebnisse, Einschätzungen und Entscheidungen die das Kleinkind macht. Elementar dabei ist die unmittelbare Umwelt - die Eltern, die Geschwister, die Grosseltern. Von ihnen lernt das Kind, sie dienen dem Kind als Vorbilder.  So stellt der Lebensstil die grundsätzliche und alles umfassende Lebensanschauung des einzelnen Menschen dar.  Die Erkenntnis der daraus entstehenden persönlichen Ziele und Haltungen ist die Basis für das Verständnis aller Handlungen, Gedanken und Gefühle. 

Der Lebensstil - innere Programme, "der Autopilot". Er stellt für den Einzelnen die bewährten Vorgehensweisen bestätigt durch die wiederholte Erfahrungen aus der eigenen frühkindlichen Vergangenheit dar. Es ist der ganz persönliche rote Faden durch's Leben. Der Lebensstil  ist wie der Lebensnerv.

Ob man sein Leben lachend oder weinend verbringt – es ist die gleiche Lebenszeit
Japanisches Sprichwort

SELBSTBILD - WER / WAS BIN ICH

Ich bin klein. Ich bin gut. Ich bin ein Mädchen. Ich bin klug. Ich bin etwas Besonderes. Ich bin nicht gut genug. Ich bin es nicht wert. Ich bin dumm. Ich bin ein Verlierer. Ich bin alleine. Ich bin...

SELBSTIDEAL - WIE / WAS MUSS ICH SEIN, UM EINEN PLATZ ZU HABEN / WERTVOLL ZU SEIN

Ich muss (ich müsste, ich sollte) gut, stark, männlich, der Erste, etwas Besonderes, aktiv, intelligent, perfekt, im Recht sein, alles unter Kontrolle haben... 

WELTBILD - MEINUNG ÜBER ALLES WAS "NICHT ICH" IST / WAS DIESES "NICHT ICH" VON MIR ERWARTET

Das Leben ist gefährlich. Die Menschen sind ungerecht. Die anderen überfordern mich. Männer sind... Frauen sind... Ausländer sind...  Feuer ist... Hier können auch ethische Überzeugungen wie Ehrlichkeit ist... Sex ist...  Religion ist... untergebracht werden.

DESHALB... - DARAUS FOLGEN DIE PRIVATEN LOGISCHEN SCHLUSSFOLGERUNGEN

  • ...muss ich stören

  • ...bin ich ein Verlierer

  • ...bin ich einsam

  • ...ich muss mich immer anpassen

  • ...bin ich an allem schuld

  • ...bin ich beliebt

  • ...kann ich machen was ich will

  • ...gelingt mir alles

FAZIT - LEBENSSTIL = unsere unbewusste Linie, der rote Faden durch unser Leben 

Wir erleben die Welt durch den Filter unserer Meinung über uns und die Welt. Von klein auf haben wir uns ein regelrechtes System der eigenen, subjektiven Wahrnehmung erschaffen. Jeder Mensch kann also nur durch seine subjektive Brille die Dinge um sich herum erfassen.

ZIELE UND NUTZEN 

Im Leben stehen wir ob im Beruf oder im Privatleben immer wieder vor neuen Herausforderungen. 
Zerbrechen Sie nicht daran. Lernen Sie vielmehr Ihre Denk- und Handlungsmuster (besser) zu erkennen und verstehen. Mittels Biografiearbeit, Lebensstilanalyse resp. Hilfe der Individualpsychologie können Sie lernen...

  • ...Ihre Verhaltens- und Beziehungsmuster zu erkennen

  • ...Ihre Entwicklungspotenziale und Lösungsansätze zu erkennen

  • ...Ihre heutigen Probleme von der Kindheit zu trennen

  • ...Ressourcen zu entdecken und zu aktivieren